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| Jazzthing, February/March 2008, Falko von Ameln |
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Wenn es im Jazz darum geht, die eigenen Wurzeln musikalisch
auszudrücken und zusammen mit dem Bestehenden zu einem eigenen
Stil weiterzuentwickeln , dann ist dies Jazz per excellence. Vladimir
Karparov verwebt in zehn exzellenten Eigenkompositionen
bulgarische Volksmusik mit modalem Jazz zu einem schillernden Gespinst,
in dem sich Schwindel erregend schnelle Themen und komplexe Rhythmen
mit Blues- und Gypsy-Anklängen verbinden. Bei einigen stücken
reichen traditionelle bulgarische Instrumente das klassische
Rhythmusgruppe-und-Bläser-Setup mit zusätzlichen Farben an,
steuern aber nicht nur klangliche Nuancen, sondern auch hervorragende
Soli bei. Karparov selbst schöpft sowohl in seinen Kompositionen
als auch in seinem präzisen, aber ungeheuer wendigen Spiel
Inspiration aus Michael Breckers Melodiösität und Joshua
Redmans Expressivität. Das Ergebnis ist anspruchsvolle und
technisch brillant umgesetzte, in jedem Moment hochspannende und vor
Spielfreude brodelnde Musik - eine beeindruckende Visitenkarte von
einem der interessantesten jungen Ensembles überhaupt.
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| Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.Januar 2008 |
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Bulgar-Bebop / Vladimir Karparovs Debüt
Selbst in
Zeiten, in denen die (auch nicht schlechten) Blechblasbands aus
Serbien, Mazedonien und Rumänien unser Bild von
zeitgemäßer Balkanfolklore bestimmen, kann man wieder einmal
feststellen, dass die Krone immer noch Bulgarien gehört. Das war
schon im tiefsten Kommunismus so. Nun kommt ein junger Saxophonvirtuose
namens Vladimir Karparov, der an Musikhochschulen in Sofia, Hamburg und
Berlin studiert hat und bei seinem Debüt mit konventioneller
Rhythmusgruppe (Klavier, Bass, Schlagzeug) und vielen wechselnden
Gästen aus Bulgarien auftritt. Er beherrscht das heimische Erbe
ebenso wie den neueren Jazz und bringt die beiden Welten in eigenen
Kompositionen zusammen.
Organisch
wachsen Jazz und die orientalische Ornamentik und die für
unsereins oft nicht nachvollziebar komplexen metrischen
Verhältnisse der Balkanmusik auseinander hervor und gehen
ineinander auf, als sei etwa der Bebop nicht in Minton's Playhouse ,
sondern in Sofia oder Plovdiv erfunden worden. Die Geige Gadulka und
die Flöte Kaval geben gelegentlich ihre betörenden Töne
dazu. Das dritte typische Instrument der Bulgaren, der Dudelsack Gaida,
fehlt hier zwar; aber Karparov vermag den Klang auf dem Sopransaxophon
fast täuschend zu simulieren. An anderen Stellen klingt es wie ein
Substrat aller Balkanklarinetten. Seine Kompositionen sind volller
spanender Brüche, abgehangener Stimmungen, tänzerischer
Eleganz und harmonischer Wagnisse. Als einzigen Evergreen hat er "Take
Five" in einer abenteuerlichen Verfremdung im Programm.
/u.o./
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| von Ulrich Steinmetzger, Januar 2008 |
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Einer der
sich nach Berlin importiert hat, ist der in Sofia geborene Saxofonist
Vladimir Karparov. Einer, der immer wieder hingeht und sich seiner
Herkunft vergewissert. Gerade führt seine erste CD die Ergebnisse
vor: "Thracian Dance", Berliner Jazzquartett und bulgarische
Gäste. Es muss nicht immer Bartók sein, wenn
südosteuropäische Schätze gehoben werden. Gypsymusik,
Tänze, Hochzeits- wie Trauerklänge, ungerade Metren,
gelöste Energie, ziselierte Ornamente, Polyrhythmik, Lebensfreude
und jede Menge Leiderfahrungen. Emotionen addieren sich dem
zeitgenössischen Jazz zu.
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| Von Carina Prange |
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Die so eigenständige wie expressive Musik des "Vladimir Karparov Quartetts" zeichnet sich aus durch
eine ungewöhnlich gelungene Fusion von zeitgenössischem Jazz und der rhythmischen und melodischen Farbigkeit
der vitalen Volksmusik Bulgariens. Gekonnt legt der Leader und Namengeber des Quartetts, der Saxophonist Karparov,
in seine Eigenkompositionen das Beste aus beiden Welten: Die Harmonien der Stücke basieren auf der verfeinerten
Tradition des amerikanisch geprägten Modern Jazz, seine ausdrucksvollen Melodien hingegen zeigen die typische,
verspielte Ornamentik der volkstümlichen bulgarischen Musik.
Karparov spielt dabei ausschließlich Eigenkompositionen, erweist
sich als vielseitig inspirierter Musiker und talentierter Komponist,
der Genregrenzen mit Leichtigkeit überspringt: Tango,
türkisch-arabeske Klänge, Gypsy-Sounds fließen ein in
seinen vielfältigen Klangkosmos. Dabei hat Karparov seine
künstlerische Stimme, seinen eigenen Stil längst gefunden,
kann als originärer Teil einer neuen bulgarischen Musik betrachtet
werden.
Wenn der junge Bulgare zum Saxophon greift, seine Mitmusiker mit schnellen Läufen und ungeraden Metren,
polyrhythmischen Strukturen und dynamischen Wechseln antreibt, dann bleibt dem Publikum nur eine Wahl:
Mitgehen, sich von der Emotionalität und der Kraft dieser Klänge mittragen zu lassen und, im selben Atemzug,
auch deren immer mal wieder melancholischer Ader nachzufühlen.
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| Von Mila Schmolke / Berliner Woche |
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Die Musik des bulgarischen Saxophonisten Vladimir Karparov ist eine
bunte Mischung von Rhythmen und Gefühlen. Die Stimmung der
bulgarischen Weinfeste, die strahlende Sonne und die fröhlichen
Menschen, all das ist im Stück „Vine Leaves“
wiederzufinden. Elegante und aufgewühlte Jazzimprovistionen
vereint mit Anlehnungen an alte bulgarische Lieder haben einen hohen
Anspruch und sind angenehm zu hören. Stets wissen die vier
Musiker des Karparov Jazzquartetts dem Ganzen den einen oder
anderen charmanten Gedanken hinzuzufügen, was die Musik noch
kurzweiliger macht.
Die Bandmitglieder spielen seit 2005 zusammen und kommen aus drei
verschiedenen Ländern. Deshalb auch ist die Rhythmenmischung so
vielfältig. Mal mehr und mal weniger übertönen die
Elemente aus rührenden Balladen oder temperamentvollen
Reigentänzen den Jazzhintergrund. Manchmal auch werden sie in
einziges musikalisches Thema eingebettet.
Es macht Spaß, immer neue Details zu entdecken. Der Kjutscheck
zum Beispiel ist ein beliebtes Motiv des Bulgaren. Seine Rhythmen sind
wie die des Tangos oder der Rumba. Die Elemente der Zigeunermusik
bringt Karparov mit seinem Sopransaxophon zum Ausdruck. Schon die
nächste Melodie und der nächste Einfall sorgen für einen
Stimmungswechsel.
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| Von Marion Bässler |
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Sonthofen
Vladimir Karparov besitzt eine unheimlich faszinierende,
ausdrucksstarke Art Saxophon zu spielen. Er beherrscht sämtliche
Stimmlagen seiner Instrumente zog auch durch die Wechsel zwischen
Tenor- und Sopran-Saxophon die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf
sich. Ein swingendes Stück mit rauchiger Saxophon-Stimme erinnerte
die Anwesenden am ehesten an die bekannten Jazz-Klassiker.
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| Mannheimer Morgen, 23.02.07 |
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Ausnahmesaxophonist Vladimir Karparov
ließ aufhorchen mit rasanten, balkanisierenden Läufen und
völlig neuen, verrückten Tönen.
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| Matinee der 4. St. Wendeler Jazztage |
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Saarbrücker Zeitung, 20.09.2004
...und der aus der bulgarischen Hauptstadt Sofia stammende VIadimir
Karparov für ihre atemberaubenden Soli, die jedem Stück eine
artistische Leichtigkeit gaben.
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| Josef Engels |
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Berliner Morgenpost, 05.01.04
... Das Saxofon bläst der Bulgare Vladimir Karparov mit wendigen
balkanisierten Linien und amerikanischem Sachverstand.
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