Vladimir Karparov ist 1977 geboren und in Bulgariens Hauptstadt Sofia aufgewachsen. Er entdeckte früh die Musik für sich, beeinflusst hauptsächlich von der klassischen Musik und von seinem älteren Bruder- dem Pianisten und Komponisten Svetoslav Karparov. Vladimir hat angefangen Saxophon zu spielen, als er 12 Jahre alt war, in der Jugend Brass Band "Boteva Cheta".Kurz nach der Wende im 1989 und während seiner Schulzeit im Französischen Gymnasium "Alphonse de Lamartine" in Sofia hat Vladimir oft als Straßenmusiker gespielt. Dabei entwickelte er seine improvisatorischen Eigenschaften und vertiefte gleichzeitig seine Musikleidenschaft.
Von 1995 bis `99 hat Karparov an der Musikakademie “Pancho Vladigerov“ in Sofia mit Schwerpunkt Jazz- und Popmusik studiert. Mit einem Stipendium der “Oscar und Vera Ritter-Stiftung“ begann Karparov 1999 an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater (HfMT) zu studieren. Vladimir Karparov besann sich, je länger er fern der Heimat lebte, desto intensiver, der bulgarischen Volksmusik. Sie sollte von nun an zum festen und prägenden Bestandteil seiner Musik werden. Im 2001 siedelte Karparov permanent nach Berlin über, wo er sein Studium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" im 2005 beendete. Die Teilnahme an diversen Festivals, zahlreiche Konzerte und Auszeichnungen in Europa, Asien, Latein- und Nordamerika, Nordafrika vervollständigen das Bild dieses vielseitigen Musikers. Kooperationen mit Größen der amerikanischen, west- und osteuropäischen Jazz- und Volksszene runden das Ganze weiter ab: Mit Jiggs Whigham, Ivo Papasov, Nedyalko Nedyalkov, Theodossi Spassov, Petar Ralchev, Tätärä Brass Band, Martin Lubenov, John Hollenbeck, Stoyan Yankoulov, Gebhard Ullmann, Peter Herbolzheimer, Stian Carstensen, Arkady Shilkloper , Uwe Kropinski, Amira Medunjanin, Andreas Brunn, Georg Breinschmid, Aka Moon Trio, Peter Slavov Junior, Antoni Donchev, Mike Stern und vielen anderen mehr hat Vladimir Karparov gespielt oder getourt und musikalische Visionen verwirklicht. Nach CD- Einspielungen mit verschiedenen Projekten veröffentlicht Karparov im 2007 sein erstes Album als Leader „Thracian Dance“. Im 2009 hat er sein zweites eigenes Projekt - das Forkolor Saxophon Quartett gegründet, dessen Debut Album „Forkolor“ im Oktober 2014 veröffentlicht wurde. Später veröffentlichte er mit dem V.Karparov Quartett die Alben "Antihypocrisyl" 2016 und "Iglika" (2022) und mit dem Balkan Spirit Ensemble das Album "Balkan Fever" (2024). Derzeit arbeitet V.Karparov an seinen neuen Albums mit seinem Big Band Program, dem Eastern Passage Quartet und dem Forkolor Saxophone Quartet, die im Jahr 2026 erscheinen werden.
Auszeichnungen: 1996- Gewinner des Preises "Bester junger Jazzmusiker des Jahres" in Bulgarien; 1999- 3.Preis beim Internationalen Jazzwettbewerb in Monaco; 2000- Preisträger beim "Medica pro Musica" in Düsseldorf; 2020- Auszeichnung des bulgarischen Kulturministeriums für die weltweite Popularisierung der bulgarischen Kultur.